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TU Berlin

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Strategische Untersuchungen zur Optimierung von Transportprozessen

Zug der Nord-Ostsee-Bahn im Bahnhof Itzehoe
Lupe

Der Schienenverkehr sieht sich immer neuen Herausforderungen gegenübergestellt: veränderte Nachfrageverhalten, Rahmenbedingungen und Standards. Der öffentliche Verkehr im Allgemeinen und der Schienenverkehrs im speziellen muss sich diesen Bedingungen stellen, um wirtschaftlich bestehen zu können.

Hier bekommen Sie einen Einblick in unsere Forschungen zu zukunftsfähigen Angebots- und Produktionsformen im Personen- und Güterverkehr.

Angebotsstrategien im Personenverkehr

Bislang ist es dem Schienenpersonenfernverkehr nicht ausreichend gelungen, bei preissensiblen Mobilitätsnachfragern habitualisierte Verkehrsmittelwahlentscheidungen aufzubrechen und zusätzliche Reisen zu stimulieren. Dabei zeigen die Low-Cost-Airlines seit einiger Zeit, wie durch eine aggressive Preispolitik Neuverkehre induziert werden können und bei entsprechenden Kostenstrukturen gleichzeitig ein profitabler Betrieb möglich ist. Untersucht werden die Übertragbarkeit und Modifikation von Instrumenten aus dem Luftverkehr (z.B. Yieldmanagementsysteme) sowie prinzipiell Möglichkeiten und Chancen von Low-Cost-Angeboten im Schienenpersonenfernverkehr.

Integrierte Verkehrsdienstleistungen von Bahnen und Luftverkehrsgesellschaften stellen trotz hoher Investitionen in die Schnittstellenoptimierung immer noch ein Nischenprodukt dar. Ein wesentlicher Grund hierfür ist der hohe Komplexitätsgrad intermodaler „seamless travel“-Lösungen und die damit verbundenen Hemmnisse der ungünstigeren Kostenstruktur sowie des höheren Fehlerpotenzials. Im Rahmen von Projektaufträgen des BMVBS und eines Promotionsvorhabens werden sowohl Erfolgsfaktoren verkehrsträgerübergreifender Mobilitätslösungen im Fernverkehr (z.B. Begleitstudie zum SWISS-CNL-Produkt Night&Flight) als auch ein den Nahverkehr einschließendes Kombiticketing analysiert.

     

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Schienengüterverkehr

Ein Schwerpunkt des Fachgebiets liegt in der Entwicklung von Verfahren zur Reduktion des Zeit- und Kostenaufwands durch den Einsatz innovativer Technologien und Verfahren im Schienengüterverkehr. Dabei werden betriebliche Aspekte, wie die Leistungsfähigkeitsuntersuchungen von Strecken und Knoten ebenso behandelt wie innovative Produktionsverfahren.

Die Grundlage für diese neuen Konzepte bilden Untersuchungen der notwendigen Basistechnologien, Technologien zur rollenden Verladung nicht-kranbarer Sattelanhänger oder der automatischen Mittelpufferkupplung. Kosten können gesenkt werden, wenn es zum Beispiel durch eine bessere Integration des Schienengüterverkehrs in die Transportketten gelingt, Umschlag- und Sortierprozesse schneller zu machen und somit Warte- und Leerlaufzeiten zu verringern.

Ziel ist es, Leistungen anzubieten, die die Anforderungen moderner Logistiksysteme bezüglich Transportzeit, Flexibilität und Sendungsgröße erfüllen können. Gleichzeitig sollen die Kosten des Systems gesenkt werden durch die Verschlankung von Produktionsprozessen und die bessere Nutzung von Infrastruktur und Rollmaterial.

Betriebliche Infrastruktur für die Zukunft

Die Infrastruktur spurgeführter Verkehrssysteme ist einerseits vom Einsatz großer Investitionsmittel in der Einrichtung und andererseits langer Lebensdauer geprägt.

Der Aus-, Um- und Neubau der Eisenbahninfrastruktur bewegt sich daher stets im Spagat zwischen dem betrieblich Wünschenswerten und dem maßvollem Umgang mit den zur Verfügung stehenden Finanzmitteln.

     

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Informations- und Wissensmanagement

Das Aufbereiten und Bereitstellen von verkehrswissenschaftlichen Knowhow für Entscheidungsträger, sowie die Förderung von Kompetenznetzwerken ist ein wichtige Aufgabe unserer Forschung.

Beim Aufbau des Forschungs- und Informationsnetzwerkes Mobilität, Verkehr und Stadtentwicklung des BMVBS übernimmt das Fachgebiet Schienenfahrwege und Bahnbetrieb die Auswertung und Aufbereitung des verfügbaren Wissens im Bereich "Allgemeine Fragen zu spurgebundenen Verkehrsträgern". Das Kompetenznetzwerk für innovative Verkehrslösungen des BMVBS wird ebenfalls von einem Mitarbeiter des Fachgebiets redaktionell beraten. Außerdem ist das Fachgebiet als Mitglied im European Rail Research Network of Excellence tätig.

Verkehr bei Großveranstaltungen

Die Untersuchung der Verkehrsströme und daraus resultierender Anforderungen bei Event-Verkehren war Aufgabe in einem Studentenprojekt mehrerer Universitäten unter Leitung der TU Berlin zum FIFA Confederation Cup 2005. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG und dem Organisationskomitee der FIFA WM 2006 konnten wertvolle Erkenntnisse für die Planung der Fußball Weltmeisterschaft gewonnen werden. Diese Zusammenarbeit mit den verschiedenen Planungsakteuren und Verkehrsunternehmen konnte in einem BMBF- Projekt zur Fußball WM 2006 fortgesetzt werden.

     

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Kontakt

FG Schienenfahrwege und Bahnbetrieb
Sekr. SG 18
Severingelände - Geb. SG-12
Salzufer 17 - 19
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Tel. +49 (0)30 314 - 23 314
Fax +49 (0)30 314 - 25 530